Angriffe auf WooCommerce Wholesale Lead Capture: Update nötig
Wordfence meldet Angriffe auf WooCommerce Wholesale Lead Capture bis Version 2.0.3.1; die Sicherheitslücke ist in Version 2.0.3.2 behoben.

Für WooCommerce Wholesale Lead Capture liegt mit Version 2.0.3.2 eine Sicherheitskorrektur vor. Laut Wordfence vom 14. September 2026 wird die zugrunde liegende Schwachstelle aktiv angegriffen. Betroffen sind Shops, die das kostenpflichtige WordPress-Plugin in Version 2.0.3.1 oder älter einsetzen. Deren Betreiber sollten die Erweiterung umgehend auf eine korrigierte Version aktualisieren, auch wenn bereits ein Firewall-Schutz besteht.
Die Erweiterung stellt Registrierungsformulare für Großhandelskunden bereit und unterstützt dabei Datei-Uploads. Die als CVE-2026-27540 erfasste Lücke ermöglicht es Angreifern ohne Anmeldung, ausführbare Dateien auf dem Server abzulegen. Sie ist mit einem CVSS-Wert von 9,8 als kritisch eingestuft. CVSS ist ein Bewertungssystem für die Schwere von Sicherheitslücken.
Wie Angreifer die Upload-Funktion missbrauchen
Die betroffenen Versionen prüfen erlaubte Dateitypen anhand von Angaben, die mit der Upload-Anfrage übermittelt werden. Angreifer können diese Angaben selbst bestimmen und dadurch auch PHP-Dateien hochladen. Solche Dateien können als Webshell dienen: als Hintertür, über die sich weiterer Schadcode ausführen lässt. Mögliche Folgen sind unbefugte Administratorkonten, Datenabfluss und die vollständige Übernahme der Website.
Bis zum 14. September 2026 hatte die Wordfence-Firewall nach Anbieterangaben mehr als 100.000 Angriffsversuche abgewehrt. Wordfence empfiehlt außerdem, nach unerwarteten oder kürzlich angelegten PHP-Dateien zu suchen, insbesondere im Upload-Verzeichnis. Auch die Zugriffsprotokolle des Webservers sollten auf verdächtige Upload-Anfragen geprüft werden. Fehlende Einträge schließen einen erfolgreichen Angriff nicht aus.
Was das für Ihren Shop bedeutet
Wenn Sie für die Registrierung Ihrer B2B-Kunden WooCommerce Wholesale Lead Capture einsetzen, prüfen Sie die installierte Version. Bei Version 2.0.3.1 oder älter sollten Sie umgehend eine korrigierte Version einspielen; zum Meldungsstand war die Lücke in 2.0.3.2 behoben. Verlassen Sie sich nicht allein auf eine Firewall, sondern prüfen Sie Ihren Shop auch auf verdächtige PHP-Dateien und unbekannte Administratorkonten. Finden Sie Hinweise auf einen Einbruch, sollten Sie unerwartete Dateien und unbekannte Administratorkonten entfernen und die Website auf weitere Hintertüren untersuchen lassen.