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Leistung · Buchungssysteme

WooCommerce als Buchungssystem – wenn Sie Zeit verkaufen, nicht Stückzahlen

Ein Shop verkauft normalerweise Dinge: Menge, Preis, Versand. Eine Vermietung verkauft etwas anderes – einen Zeitraum, an dem genau eine Ressource genau einmal verfügbar ist. Wer sein Boot, seinen Raum oder seinen Termin über WooCommerce vermieten will, merkt schnell, dass der Standard an dieser Stelle aufhört.

Woran es hängt

Ein Shop kennt Stückzahlen. Eine Vermietung verkauft Zeit.

  1. Verfügbarkeit ist nicht Lagerbestand

    Zwei Boote mit je drei Zeitfenstern am Tag sind nicht „sechs Stück auf Lager". Es braucht echte Ressourcenverwaltung, sonst entstehen Doppelbuchungen – und die bemerkt man erst, wenn zwei Gruppen am Steg stehen.

  2. Zusatzleistungen sind Teil der Buchung, nicht ein Formular danach

    Wer eine Fahrt bucht, bucht auch den Sekt, die Handtücher oder die Käseplatte. Kommt das per Mail hinterher, entsteht doppelte Arbeit und eine zweite Fehlerquelle.

  3. Manche Zusätze gelten nur manchmal

    Pizza erst ab 14 Uhr, Extras nur in der Saison, Personenzahl mit Preisstaffel. Solche Bedingungen bringt kein Plugin von sich aus mit.

  4. Und das größte Problem kommt nach dem Verkauf

    Eine Buchung ist erst erledigt, wenn jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort steht und weiß, was erwartet wird. Genau an dieser Stelle scheitern Buchungs-Shops – nicht am Kaufabschluss, sondern an der Übergabe.

Synchronisation mit Google

WooCommerce Bookings verbindet sich über eine OAuth-Berechtigung mit Google – und die geht regelmäßig verloren. Neu verbinden lässt sich nur von Hand.

Das Plugin verbindet sich über ein Dienstkonto. Die Verbindung bleibt bestehen; reißt sie doch einmal ab, stellt sie sich bis auf Ausnahmen selbst wieder her.

Beispiel: ein Wochenende an einem Standort

  1. Fr 13–17Shop: gebucht Verbindung: verbundenKalender: Buchung
  2. Fr 18–22Shop: gebucht Verbindung: stehtKalender: Buchung+ 2 × Bademantel
  3. Sa 8–12Shop: gebucht Verbindung: Berechtigung verlorenAusnahme: abgerissenKalender: fehlt Buchungnachgetragen
  4. Sa 13–17Shop: gebucht Verbindung: getrenntKalender: fehlt Buchungnachgetragen+ 2 × Piccolo, 3 × Badetuch
  5. Sa 18–22Shop: gebucht Verbindung: von Hand neu verbundenselbst neu verbundenKalender: Buchung
  6. So 8–12Shop: gebucht Verbindung: stehtKalender: Buchung+ Getränke

Nach dem Wiederverbinden bleibt die Lücke. Was in der Auszeit gebucht wurde, erscheint erst im Kalender, wenn jemand jede dieser Buchungen öffnet und neu speichert. Bis dahin steht am Steg niemand bereit. Extras stehen gar nicht im Kalender.

Nach dem Wiederverbinden ist alles da. Das Plugin gleicht die Einträge in Google mit den Buchungen im Shop ab und trägt nach, was fehlt – samt der gebuchten Extras. Das Personal sieht im Handykalender, wer wann kommt und was es erwartet.

Wie ich es löse

WooCommerce Bookings als Grundlage – und darüber, was der Betrieb verlangt

Die Grundlage ist WooCommerce Bookings mit sauber eingerichteter Ressourcenverwaltung, Zeitfenstern und Kapazitäten. Was darüber hinausgeht, entscheidet sich am Betrieb:

  • Zusatzleistungen entweder als Produkt-Zusatzoptionen, wenn es einfach bleiben darf, oder als eigene Produkte, die an der Kasse einzeln erscheinen – letzteres, wenn die Zusätze auch in der Abrechnung und im Lager eine Rolle spielen
  • Bedingungen wie Tageszeiten oder Saisonregeln als eigene, kleine Logik – kein zusätzliches Plugin für jede Sonderregel
  • Anbindung an den Betrieb: Der Kalender, mit dem Ihr Personal arbeitet, muss zuverlässig alle Buchungen enthalten – inklusive der gebuchten Extras. Bei Saunaboot habe ich dafür die mitgelieferte Google-Kalender-Synchronisation durch ein eigenes Plugin ersetzt, weil die Standardlösung ihre Verbindung regelmäßig verliert und verpasste Buchungen nicht nachträgt
  • Zahlung und Abrechnung passend zum Geschäft: Rechnungskauf für Firmenbuchungen, Gutscheine, landesspezifische Zahlungsanbieter

Belegt durch

Website von Saunaboot Luzern mit Blick aus der Sauna auf den Vierwaldstättersee

Saunaboot Network

Saunaboot Network – ein Franchise-Netzwerk mit drei Standorten in drei Sprachen, je eigenen Preisen und Zahlungsarten. Rund 500 Buchungen pro Jahr allein in Luzern, dazu etwa 150 Gutscheine. Der Kern der Arbeit steckte nicht im Verkauf, sondern im Kalender, mit dem die Partner ihre Bootsübergaben organisieren.

2 Tage
für einen neuen Standort
3
Standorte, drei Sprachkombinationen
Zum Case: Saunaboot Network
Website von Riverboat Heidelberg mit Bootsfahrt auf dem Neckar bei Sonnenuntergang

Riverboat Heidelberg

Riverboat Heidelberg zeigt den anderen Fall: Bootsfahrten als Anlass gebucht – Junggesellenabschied, Hochzeit, Teambuilding – mit Catering in derselben Strecke. Dort reichten die vorhandenen Bausteine, und das war die richtige Entscheidung.

Zum Case: Riverboat Heidelberg

Was das kostet

Buchungsprojekte werden nach Aufwand kalkuliert – zu unterschiedlich sind die Fälle. Was den Preis treibt, ist selten die Buchungsstrecke selbst, sondern was danach passiert: Schnittstellen, Kalender, Abrechnung, mehrere Standorte.

Im Erstgespräch klären wir, welcher Teil bei Ihnen der aufwendige ist – meist zeigt sich das in zwanzig Minuten.

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