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WooCommerce 11.1: Formular für Widerrufsanfragen angekündigt

Für WooCommerce 11.1 ist ein Widerrufsformular angekündigt, das auch Gastkunden nutzen können und dessen Anfragen Shop-Betreiber selbst bearbeiten müssen.

Symbolische Darstellung eines Onlineformulars mit Bestellbeleg und Rücksendepfeil, ohne Markenlogos oder nachgebildete Produktoberfläche.

WooCommerce hat am 27. August 2026 für Version 11.1 die Funktion „Order Withdrawal“ angekündigt. Darüber sollen Kunden innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Bestellung einen Widerruf anfragen können. Das Angebot richtet sich insbesondere an Shops mit Kunden in der EU. Die Funktion ist standardmäßig ausgeschaltet; Betreiber müssen sie bei Bedarf aktivieren und das Formular selbst im Shop zugänglich machen.

WooCommerce weist darauf hin, dass die Funktion allein keine Rechtskonformität gewährleistet. Welche Anforderungen für das eigene Unternehmen und die jeweiligen Kunden gelten, sollte rechtlich geklärt werden.

Einrichtung und Bearbeitung der Anfragen

Die Aktivierung erfolgt in den WooCommerce-Einstellungen unter „Erweitert“ im Bereich „Funktionen“. Anschließend steht eine Formularseite bereit, die auch ohne Anmeldung nutzbar ist. Damit können auch Kunden mit Gastbestellung eine Anfrage einreichen. Eine Verlinkung legt WooCommerce nicht automatisch an. Betreiber können die Seite beispielsweise im Fußbereich des Shops oder in Bestell-E-Mails verlinken. Die Adresse lässt sich in der Seiteneinrichtung unter „Erweitert“ anpassen.

Kunden können ihre Angaben vor dem Absenden prüfen. Danach erhalten sie eine Bestätigungsansicht und eine E-Mail mit den übermittelten Daten. Shop-Betreiber werden per E-Mail und über den Posteingang auf der WooCommerce-Startseite informiert.

Stimmen Bestellnummer und Rechnungs-E-Mail-Adresse mit einer Bestellung überein, verknüpft WooCommerce die Anfrage damit und ergänzt eine Bestellnotiz. Ohne Treffer wird die Anfrage trotzdem angenommen; die Benachrichtigung weist dann auf die notwendige manuelle Prüfung hin. Ein Widerrufsantrag verändert weder den Bestellstatus noch löst er eine Stornierung oder Erstattung aus. Über die weitere Bearbeitung entscheidet der Betreiber.

Was das für Ihren Shop bedeutet

Wenn Sie Buchungen, Abos, B2B-Preise oder eine Warenwirtschaft nutzen, sollten Sie zunächst klären lassen, welche Widerrufsanforderungen für Ihr Geschäft gelten. Sie sollten das angekündigte Formular nicht mit einer automatischen Stornierungs- oder Erstattungsfunktion gleichsetzen. Bei einer Einführung sollten Sie auf einer Testumgebung prüfen, wie die Anfragen in Ihre bestehenden Bearbeitungsabläufe passen. Wenn Sie die Funktion einsetzen, müssen Sie außerdem für eine auffindbare Verlinkung und die weitere Bearbeitung der Anfragen sorgen.